Ein treuer Begleiter – Mein Kater

Hallo meine Lieben.
Ich habe diesmal länger überlegt, worüber ich schreiben soll. Mir sind auch direkt ein paar Themen eingefallen, aber es war alles sehr ernst. Also habe ich mich dazu entschieden, einen Beitrag über meinen Kater zu verfassen. Allerdings wird dieser Beitrag am Ende doch wieder etwas ernster, aber ich musste dieses Thema einfach ansprechen, da es mir wirklich sehr am Herzen liegt und es mir immer wieder das Herz bricht wenn ich so etwas lese. Aber lest einfach selbst um was es geht.

Was hast du für eine Katze?

Mein Kater ist eine Europäisch Kurzhaar, eine typische Hauskatze also. Er ist 14 Jahre alt (wird dieses Jahr 15) und wir haben ihn von der Katzenhilfe Oberhausen .
Diese Rasse ist mittelgroß bis groß (Schulterhöhe zwischen 30cm und 35cm) und kann ein Gewicht zwischen 4kg und 7kg erreichen.
Die Lebenserwartung liegt bei 15-20 Jahren.
Das gute an der Europäisch Kurzhaar ist, dass sie keine rassespezifischen Krankheiten aufweist.
Der Körperbau dieser Rasse ist sehr kräftig und muskolös.
Eine Katze dieser Rasse ist eigentlich super für Anfänger geeignet, da sich sich alleine beschäftigen kann aber auch sehr menschenbezogen ist und gerne kuschelt.

Wie ist deine Katze so drauf?

Mein Kater ist schon relativ alt und hört mittlerweile nicht mehr so gut. Schon als kleines Kitten war er auf einem Auge fast blind und dies wird von Jahr zu Jahr schlimmer.
Durch sein Alter schläft er nun sehr viel. Also könnte man sagen, dass er auf dem ersten Blick alt wirkt.- Aber das stimmt ganz und gar nicht.

Im Kopf ist er immer noch ein kleines Kitter. Er ist wie Peter Pan, er wird immer ein kleines Kind bleiben.
Er liebt es neue Sachen zu erkunden und in meinem Zimmer zu klettern. Aber am meisten liebt er es zu spielen. Oft wenn ich versuche zu zeichnen oder zu malen, fängt er an mit meinem Pinsel oder meinem Stift zu kämpfen. Irgendwann habe ich dann sogar einen meiner Pinsel nur noch als Spielzeug für ihn verwendet.
Man merkt aber auch sofort wenn er zu wenig bespielt wurde. Versucht man dann ihn zu streicheln, kann es gut sein, dass er anfängt mit deiner Hand zu kämpfen.
Er ist dabei zwar besonders vorsichtig, weil er einen nicht verletzten will, aber trotzdem muss es nicht sein, dass er mit der Hand kämpft.

Früher war dies nicht so extrem, da er noch einen Bruder hatte mit dem er immer gespielt und gekämpft hat. Seit dies nicht mehr der Fall ist, müssen wir halt viel mit ihm spielen. So etwas sollte einem aber auch klar sein bevor man sich ein Haustier anschafft. Es erfordert einfach viel Verantwortung, aber darauf komme ich später noch zurück.
Wirklich besonders an diesem Kater ist, dass man ihn so gut wie nie miauen hört. Als er noch kleiner war hat er wirklich NIE miaut. Mittlerweile miaut er nur ganz selten. Aber wenn, dann hört es sich verdammt süß an.

Karlchen hat auch etwas von einem Hund. Er hört auf das was ich ihm sage. Wenn ich ihm beispielsweise sage, dass er mitkommen soll oder dass er auf mein Bett springen soll, tut er dies.
Zudem liebt er Kartons über alles. Wenn wir etwas bestellt haben, können wir den Karton nicht wegwerfen, da er ihn direkt für sich in Anspruch nimmt. Wenn dann noch Papier in diesem Karton ist, ist es für ihn das Paradies. Dann fängt er nämlich an das ganze Papier zu zerreißen. 😀

Wir haben Karlchen seit ich 5 Jahre alt war. In meiner ganzen Kindheit stand dieser Kater immer an meiner Seite und hat mich begleitet. Er hat gemerkt wenn es mir nicht gut ging und kam direkt zu mir kuscheln. Genau dies tut er noch heute. Er ist für uns ein vollwertiges Familienmitglied. Auch wenn es „nur“ eine Katze ist, ist er für mich wie ein Bruder, da ich Einzelkind bin.
Er gehört für uns einfach zur Familie und wir lieben ihn.

Sein Bruder

Als wir ihn geholt haben wollten wir nur eine Katze, aber er hatte noch einen Bruder und uns wurde gesagt, dass man die beiden auf keinen Fall trennen kann.
Also haben wir beide mitgenommen und es war definitiv die richtige Entscheidung.
Die beiden waren echt unzertrennlich. Sie lagen überall zusammengekuschelt, haben miteinander gespielt und haben sich gegenseitig super beschäftigt.
Sein Bruder hieß Gizmo. -Er wurde nach den Gremlins benannt.
Gizmo konnte geschlossene Türen öffnen. Er ist dazu hoch gesprungen und hat sich an die Türklinke gehangen bis die Tür aufging.
Oft wurde Karlchen aus versehen irgendwo eingesperrt, da er auch nie miaut hat.
Gizmo hat es gemerkt und hat die Tür direkt aufgemacht, damit er wieder raus kam.
Irgendwann fing es dann an, dass Gizmo trotz regelmäßigem fressen nur noch abgenommen hat. Dies war irgendwann so extrem, dass man jeden Knochen gesehen und gespürt hat. Wir hatten echt angst davor ihn zu berühren, da wir angst hatten irgendetwas zu zerbrechen.
Also sind wir zum Tierarzt gefahren, wo uns dann gesagt wurde, dass er eine Schilddrüsenüberfunktion hat. Dies kann sich im zunehmendem Alter bei Katzen entwickelt.
Er kriegte Tabletten und wir mussten tricksen damit er diese überhaupt nimmt.
Also haben wir Leckerchen genommen, die Tablette rein gedrückt und ihm das Leckerchen gegeben. Oft hat es geklappt aber oft war es auch so, dass er alles gegessen hat und die Tablette ausgespuckt hat.
Naja jedenfalls haben die Tabletten geholfen nur dann fing es an, dass er immer schlechter Luft gekriegt hat. Sein Atem wurde immer schneller bis es eines Tages anfing durch den Mund zu atmen. Also wieder ab zum Tierarzt, wo uns gesagt wurde, dass seine komplette Lunge voll mit Wasser ist. Die Ärztin hat uns gesagt, dass es zwar Behandlungsmöglichkeiten gibt, es aber sehr unwahrscheinlich ist, dass diese helfen und es den Kater eher quälen würde.
Also haben wir uns dafür entschieden ihn von seinem Leid zu erlösen und ihn über die Regenbogenbrücke gehen zu lassen. Es tat so weh, aber dort war er dann wieder mit meiner Mutter vereint. Dazu muss man sagen, dass Gizmo während der Krankheit meiner Mutter immer bei ihr war.
Seit dem ist Karlchen alleine. Man merkt zwischendurch, dass er seinen Bruder vermisst und nach ihm sucht, aber er hat uns als Ersatz genommen. Seit dem ist er viel anhänglicher geworden und braucht mehr Aufmerksamkeit. Aber diese schenkt man ihm ja gerne.

Die Verantwortung bei einer Katze

Auch bei einer Katze ist es noch lange nicht mit kurz Fressen geben und ein bisschen kuscheln getan. Eine Katze bringt ebenfalls eine menge Verantwortung, Arbeit und Kosten mit sich.
Du musst einen Kratzbaum und ein Katzentoilette besorgen. Außerdem muss du immer neues Futter und neues Katzenstreu für die Toilette besorgen. Dazu kommen dann noch die Anschaffungskosten und die Kosten für Tierarzt besuche. Also an Kosten bleibt nicht sehr viel erspart. Denn auch eine Katze benötigt Leckerchen, Spielzeug, Fellpflege und eine Grundausstattung. Zudem würde ich für eine Katze auf jeden Fall einen Katzenbrunnen kaufen.
Karlchen hat nie viel getrunken, eher viel zu wenig und seit wir den Katzenbrunnen haben trinkt er endlich genug. Also das kann ich echt nur empfehlen.
Aber mit den Kosten ist es noch lange nicht getan.

Du musst der Katze jeden morgen Futter geben, jeden Tag die Katzentoilette sauber machen und dich jeden Tag mehrere Stunden mit dieser Katze beschäftigen. Du musst mit ihr kuscheln und mit ihr spielen. Wenn du Pech hast, kannst du aber auch nicht wirklich mit deiner Katze kuscheln, da diese Tiere sehr eigensinnig sind und wenn sie keine Lust haben zu kuscheln, wirst du es auch nicht schaffen.

Klar kann man eine Katze länger alleine lassen als einen Hund, vor allem wenn die Katzen zu zweit sind. Aber trotzdem können sie nicht zu lange alleine bleiben.
Wenn wir beispielsweise im Urlaub sind, kommt meine Oma mindestens drei mal am Tag zu uns, um sich um Karlchen zu kümmern und um mit ihm zu spielen.

Zudem schlafe ich seit ein paar Monaten schon nicht mehr durch, da mein Kater Nachts in meinem Zimmer auf Erkundungstour geht und anfängt Sachen zu fressen. Dadurch werde ich dann wach, stehe auf und muss diesen Kater dort wegholen. Momentan versucht er immer wieder mein Ladekabel zu fressen. Wenn man ihn dort nicht schnell genug weg holt kann es böse enden.

Dies sind alle Punkte über die man sich im klaren sein sollte, bevor man sich eine Katze anschafft. Wenn man sich sicher ist, dass man es schafft und kein Problem damit hat, kann man sich gerne eine Katze holen. Aber wenn ihr euch nicht sicher seid lasst es lieber, ihr tut der Katze damit keinen gefallen, wenn ihr zu wenig Zeit für sie findet.

Tut euch selbst und vor allem tut er Katze einen gefallen. Überlegt euch ob ihr das wirklich schafft und wollt bevor ihr euch eine Katze oder generell ein Haustier anschafft. Es ist wirklich mit viel Arbeit verbunden.
Ich habe mich dazu entschieden heute darüber zu schreiben, da man immer öfter mitkriegt, dass Tiere ausgesetzt wurden. Vor allem nach Weihnachten hört man dies sehr oft. Tiere werden verschenkt oder gekauft, ohne dass man sich Gedanken zu den ganzen Aufgaben macht die man nun hat und promt wird das Tier ausgesetzt.
Ihr tut euch selbst damit keinen Gefallen, aber vor allem tut ihr den Tieren keinen Gefallen damit. Seit euch über die Aufgeben im klaren bevor ihr euch ein Haustier holt!

Bis Bald!
Eure Kira

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