Der Feind in uns – Psychische Erkrankungen

Hallo meine Lieben.
Wie bereits auf Instagram angekündigt, gibt es heute mal wieder ein ernsteres Thema.
Wie ihr der Überschrift entnehmen könnt, geht es um psychische Erkrankungen.
Ich finde es ist ein Thema, welches man viel öfter aufgreifen sollte und mit dem man viel offener umgehen sollte.

Es sind ganz normale Krankheiten, die jeden von uns treffen könnten. Aber leider geht unsere Gesellschaft nicht so damit um, sondern reagiert sehr abwertend und bringt nicht viel Verständnis für diese Krankheiten auf.

In diesem Beitrag möchte ich ein paar psychische Krankheiten kurz ansprechen, um zu zeigen, dass die Ursachen für die Entstehung einer solchen Krankheit bei jedem von uns auftreten können. Des weiteren spreche ich diese Krankheiten an, weil ich hoffe, dass ihr so vielleicht etwas mehr Verständnis für die Betroffenen aufbringen könnt.

Natürlich bin ich kein Arzt und kann dementsprechend nicht sehr viel zu diesen Krankheiten sagen, aber ich habe ein wenig recherchiert und für mich wichtige Punkte, wie ein paar Infos, mögliche Symptome und Ursachen, sowie mögliche Behandlungen rausgeschrieben. Schaut gerne auch selbst im Internet oder fragt einfach mal bei eurem Arzt nach, wenn euch das Thema interessiert.

Ich werde hier nur drei psychische Erkrankungen direkt ansprechen, aber es gibt natürlich noch viele mehr.

HIER findet ihr eine Liste falls ihr euch dafür interessiert oder euch einfach etwas informieren wollt..

Burnout

Unter Burnout versteht man eine starke emotionale und körperliche Erschöpfung durch chronische Überforderung und es gibt keine direkte medizinische Diagnose.

Es gibt einige Symptome, die darauf hinweisen können, dass du betroffen bist.
Zu den häufigsten Symptomen gehören Müdigkeit, Erschöpfung, nachlassende Leistungsfähigkeit, Rückzug, innere Leere und Sinnverlust.

Unerfüllbare Vorgaben, unklare Erfolgskriterien, große Verantwortung unter Zeitdruck und langweilige Routinen gehören zu den Ursachen von Burnout. Allerdings gibt es noch weitere Ursachen, die zum Burnout führen können.

Gegen Burnout hilft es, seine sozialen Kontakte zu stärken. Auch wenn es einem schwer fällt, sollte man sich nicht von allem abwenden. Beim arbeiten sollten Pausen eingelegt werden und man sollte überprüfen, ob seine Erwartungen realistisch sind. Sollte dies alles nichts bringen, gibt es noch die Möglichkeit seine Arbeitssituation zu verändern.

Phobien

Für viele von uns gehören Phobien zum Alltag.
Egal ob Tiere, Höhen, Krankheiten, Tunnels, Brücken, Aufzüge, geschlossene Räumen, Blut, Ärzte, Fliegen oder auch soziale Kontakte. Insgesamt gibt es rund 600 verschiedene Phobien und viele von uns haben mindestens eine dieser Phobien.

Allerdings muss man zwischen Angst und Phobie unterscheiden. Ich beispielsweise habe panische Angst vor Spinnen, aber es ist noch keine Phobie. Ich kann mich in der Nähe von Spinnen aufhalten, atme normal weiter und führe trotzdem die Tätigkeit aus die ich ausführen wollte. Bei Wespen sieht es bei mir ganz anders aus. Ich habe eine Angst vor Wespen, welche das Ausmaß einer Phobie annimmt. Sobald ich eine Wespe sehe kriege ich Panik. Befindet sich diese dann auch noch in meiner Nähe, kriege ich kaum noch Luft, fange an zu zittern, habe Tränen in den Augen und kann mich auf nichts anderes mehr konzentrieren.

Es gibt viele Symptome, an denen man erkennen kann, ob es eine Phobie ist.
Bei einer Phobie denkst du nur an die Gefahr und daran, was dir schlimmes passieren kann. Du überschätzt die Wahrscheinlichkeit eine Gefahr komplett, aber unterschätzt dafür deine Fähigkeiten, mit dieser Situation umzugehen. Zudem kannst du dich auf nichts anderes mehr konzentrieren, verspürt Angst und du fühlst dich unsicher oder gereizt. Dazu kann noch kommen, dass du angespannt bist, Herzrasen hast, dein Atem sich beschleunigt, du anfängst zu schwitzen oder zu zittern, du unruhig wirst oder Beklemmungsgefühle bekommst.

Phobien können aus verschiedenen Ereignissen heraus entstehen.
Beispielsweise durch ein traumatisches Erlebnis, eine Überforderung oder einen ungelösten Konflikt oder indem man etwas schlimmen in einer Situation hört oder liest. Ebenfalls kann eine Phobie auch durch eine Angst entstehen, die in der Kindheit normal war, aber nicht überwunden wurde. Es ist ebenfalls möglich eine Phobie von den Eltern zu lernen.

Es gibt drei Wege, eine Phobie zu überwinden.

  • Gedanken verändern
  • Körperreaktionen beeinflussen
  • Verhalten ändern

Wie genau diese drei Schritte funktionieren könnt ihr HIER nachlesen

Das wichtigste um eine Phobie zu überwinden ist, dass man sich ihr stellt.

Depressionen

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen, werden aber auch ziemlich unterschätzt.
Wenn eine Person von Depressionen betroffen ist, kann dies das denken, fühlen und handeln der Person stark beeinflussen und es verursacht starkes Leiden.
Jemand, der an Depressionen erkrankt ist, schafft es außerdem nur sehr selten ohne Hilfe aus dieser Situation raus.

Es gibt etliche Symptome für eine Depression. Dazu gehört eine gedrückte Stimmung, Freudlosigkeit, Antriebslosigkeit, Schuldgefühle, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und noch viele weitere Symptome. Treten diese Symptome über mehr als zwei Wochen auf, kann dies ein Hinweis auf eine Depression sein.

Bei Depressionen gibt es nicht nur einen Auslöser, sondern mehrere. Es ist ein Zusammenspiel verschiedener Einflüsse auf psychosozialer und auf neurobiologischer Ebene.

Die Behandlung bei Depressionen kann sowohl durch Medikamente, wie auch durch Psychotherapie erfolgen. Oft entscheiden sich die behandelnden Ärzte für eine Kombination aus beidem.


Nicht nur im Film ist das Schicksal ein mieser Verräter

Mir war schon länger klar, dass ich über dieses Thema mal schreiben möchte. Einfach um es der Gesellschaft vielleicht ein wenig näher zu bringen. Nur ich wusste nicht ob ich das was jetzt kommt mit in den Beitrag nehmen sollte. Ich habe mir Gedanken gemacht, dass viele wahrscheinlich sagen werden ich will nur Aufmerksamkeit oder ich soll nicht rumheulen. Ich habe mich nun aus einem Grund dafür entschieden, das Thema zwar anzusprechen, aber nicht ausführlich zu behandeln. Wenn Leute trotzdem der Meinung sind, ich mache es für Aufmerksamkeit – Nein mache ich nicht! Ich mache es, um Leuten denen es genau so oder ähnlich geht zu zeigen, dass sie nicht alleine sind.

Es fing alles am 24. Februar 2015 an. Meine Mama war im Krankenhaus und wir kriegten die Diagnose, dass sie sterbenskrank ist. Das war für die komplette Familie ein riesen Schock. -Es hat uns alle zurück geworfen.

Vielleicht fragt ihr euch jetzt was das mit dem Thema zu tun hat, aber das kann ich euch sagen

Depressionen liegen bei uns in der Familie. Mein Uropa, meine Oma, mein Vater.
Die Diagnose hat es dann bei vielen verschlimmert, aber es war zu dem Zeitpunkt noch keine richtige Depression. Letztes Jahr am 11. April 2017 ist meine Mama dann aufgrund ihrer Krankheit gestorben.

Und da fing es dann so richtig an. Depressionen und das volle Programm. -Tagesklinik, Kur und so weiter.
Ich weiß also durch meine eigene Familie wie scheiße so eine psychische Erkrankung ist.

Mich hat es zwar nicht so heftig erwischt wie andere in der Familie, aber ich habe mich letzten Endes auch dafür entschieden, mir Hilfe bei einer Psychologin zu suchen, da so ein Erlebnis niemanden kalt lässt.

Deshalb liegt mir dieses Thema auch sehr am Herzen.


Ich finde es echt sehr schade, dass psychische Erkrankungen in unserer Gesellschaft nicht richtig akzeptiert werden und kaum jemand Verständnis dafür hat. Dies sind auch nur ganz normale Krankheiten wie eine Erkältung, Magen-Darm oder sonst was.

Diese Krankheiten können ebenfalls JEDEN von uns treffen.

Bis Bald!
Eure Kira

Schreibe einen Kommentar